Mama, kann ich ins Internet?

Herrlich, diese Karten, oder? Drei davon könnte ich meiner Großen direkt ins Zimmer hängen. „Das ist keine Unordnung, hier liegen nur überall Ideen rum…“ trifft manchmal auch auf mein Arbeitszimmer zu. Ich nenn das dann kreatives Chaos !

homeiswhereyourwifi(Das Foto hab ich auf der Creativa gemacht, die Karten sind alle von „Grafik Werkstatt“).

Home is where your wifi connects automatically… soll aber heute mein Thema sein. WIFI heißt es auf englisch (und auf französisch übrigens auch), auf deutsch sagen wir eher WLAN. Bei den Jüngeren gilt noch das Motto „Home is where your mom is…“ – aber das ist dann ja irgendwann vorbei. Heul!

Jetzt fangen wir mal von vorne an. Da ich ja schon rein berufsmässig viel vor dem Rechner hänge, durften auch meine Mädels recht früh daran spielen. Nein, nicht an meinem! An einem alten Modell neben mir natürlich… Vor ein paar Jahren wurden da noch CD-Roms reingeschoben mit pädagogisch wertvollen Spielen wie zB Janosch’s Vorschule – ich lerne die Uhr oder wie gehe ich über die Straße. Also alles noch schön kontrolliert. Mittlerweile laufen unsere alten CD-Roms auf Windows 8 nicht mehr und das Internet ist so selbstverständlich geworden, dass die Mädels nun selber neue Spiele suchen. Lilli ist in der 2. Klasse und kommt da schon ganz gut alleine klar. Ab und zu sollen ja sogar schon Fotos oä für die Schule rausgesucht werden. Bisher haben wir noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber da ich es manchmal noch nicht mal schaffe, die Hausaufgaben zu kontrollieren, denke ich doch verstärkt über einen Filter nach. Einen Überblick über Kinderschutzsoftware findet Ihr hier. Wie macht Ihr das? Habt Ihr da was installiert?

Bei meiner großen Tochter liegt der Fall schon anders. Zurück zum Wifi…. Sie wird jetzt bald 12. Ihren ersten I-Pod hat sie mit 9 Jahren als Geschenk zur Kommunion bekommen. Ein Handy gab es dann erst, als sie in die 5. Klasse kam und anfing alleine mit Bus und Bahn durch die große Stadt zu fahren. Anfangs aber nur ein altes – nur zum Telefonieren! Ihr ahnt was kommt- ohne Whatsapp kann man aber schon in diesem Alter nicht lange überleben und so wurde zum 11. Geburtstag ihr Wunsch erfüllt und sie bekam ein gebrauchtes I-Phone 4 der Patentante. Das fanden wir Eltern dann auch einen guten Kompromiss (schliesslich muss die Tochter ja auch kein neueres Modell als die Mama haben!!). Und damit geht’s los mit dem Internet…

Mama, kann ich ins Internet? Klar kannst Du- aber ich möchte immer gucken können dürfen, was Du da so machst, was Du schreibst und wo Du Dich bewegst!

Whatsapp nutzen wir natürlich beide. Bei Lara kommt allerdings permanent eine Nachricht an, aus der Klassen-, aus der Mädels- oder der Tennisgruppe. Oft aber auch (in meinen Augen!) nicht wirklich spannend. Das geht dann etwa so hin und her:
-Hi
-Hi WG
-GD WMDS
-KP
Habt Ihr alles verstanden?

Ansonsten ist es allerdings erstaulich, wie sie sich im Internet schon anders bewegt als ich. Gegoogelt wird eigentlich nur für Hausaufgaben und Referate- alles andere wird direkt auf youtube geguckt. Wenn sie backt, druckt sie kein Rezept aus wie ich, sondern backt quasi „live“ zusammen mit dem I-Pad und Bibi, die für jedes Filmchen so unglaublich viele Likes bekommt… Meine Tochter scheint da also nicht die Einzige zu sein!
Facebook interessiert sie zum Glück noch gar nicht und Instagramm wird langsam spannend, da ich da zur Zeit recht aktiv bin (wollt Ihr mal meine Fotos gucken? klick!). Wir haben abgemacht, daß sie ohne Erlaubnis keine Fotos von sich – also Selfies – hochlädt. In der Schule gab es kürzlich auch 2 Nachmittage zur Medienerziehung. Daher weiß sie auch Bescheid, dass man auch nicht einfach Anderer-Leuts-Fotos weiterposten darf und über Mobbing wurde auch schon ansatzweise gesprochen.

Man kann das I-Phone zwar auch mit einer Kindersicherung versehen (wie das geht, könnt Ihr hier nachlesen), aber ich denke in dem Alter können die Kids das eh schon umgehen, wenn sie denn möchten. Also wir setzen daher eher auf Vertrauen und versuchen, viel darüber zu reden, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ich bin gespannt, wie Ihr das haltet!
Liebe Grüße, Yvette

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