Kategorie: Dies & das

Gutes tun für und mit Lieblingsmenschen

Ihr Lieben!
Heute möchte ich euch Steffi und Frieda vorstellen und euch ihr Herzensprojekt näher bringen. Steffi ist Fotografin hier in Dortmund, ihre Tochter Frieda geht in denselben Kindergarten, in dem alle meine Mädels waren (und der hier schräg gegenüber vom Laden ist) und tanzt auch in „unserer“ Ballettschule in Schwerte in der wunderbaren integrativen Tanzgruppe.

 


Steffis Herzensprojekt ist ein Kalender mit wundervollen Fotos, dessen Erlös sie spendet.
Ich freue mich, daß ich die Möglichkeit habe, ihre Idee über den Blog in die Welt tragen und so die Reichweite zu erhöhen zu können. Den Kalender könnt ihr bei Steffi direkt oder auch bei uns im Online-Shop bestellen.

 

 

Aber nun soll Steffi selber zu Wort kommen, ich hab ihr ein paar Fragen gestellt.

Steffi, deine Tochter Frieda hat das Down-Syndrom.
Wann habt ihr davon erfahren und wie hat das euer Leben verändert?

Als die Diagnose Down Syndrom bestätigt wurde, waren wir natürlich zuerst sehr traurig. Hinzu kamen auch Ängste, da wir uns mit dem Krankheitsbild vorher nicht auseinandergesetzt hatten und auch nicht wussten, ob wir dieser Aufgabe gerecht werden können. Als wir Frieda dann in den Armen hielten, war es das wohl schönste Gefühl auf der Welt. Große Unterstützung und Akzeptanz erfuhren wir auch durch unsere Familie, ein enger Familienzusammenhalt hilft und entlastet sehr.

Heute sehen wir viele Dinge aus einer anderen Perspektive. Sorgen und Probleme, die uns früher wichtig erschienen, sind so gut wie gar nicht mehr relevant. Unsere Tochter Frieda steht vollkommen im Fokus unserer Aufmerksamkeit, wenn es ihr gut geht, geht es uns gut. Jeder kleine Fortschritt unserer kleinen Tochter macht uns glücklich. Durch sie haben wir gelernt, dass wir unsere Ansprüche zurückschrauben müssen und kleine Schritte häufig die bedeutungsvollsten sind.

 

 

Wie begegnen euch eure Mitmenschen?

Wie bereits oben beschrieben, ist die Unterstützung und das Verständnis für Friedas Handicap in der Familie sehr groß. Im Freundeskreis bestand zunächst Verunsicherung, doch auch hier ist ihre Behinderung kein Problem. Vorurteile gibt es natürlich auch, genauso wie ablehnende Haltungen. Wir denken, dass die Reaktion des Umfeldes vom Ausmaß des intensiven und emotional positiv erlebten Kontakts mit Frieda abhängt.

Als besonders schwierig empfinden wir scheinbare Anteilnahme an der Beeinträchtigung von Frieda in Form von Mitleid. Das zeigt, dass der Inklusionsgedanke noch nicht bei allen Menschen wirklich angekommen ist.

 

 

Was habt ihr durch die Behinderung deiner Tochter gelernt?

Es gibt im Umgang mit Kindern mit Handicap keine anderen „Spielregeln“ als bei anderen Kindern. Es ist wichtig sich darauf einzulassen., dann wird schnell klar, wie herzlich und zugewandt, nett und witzig Kinder mit Down Syndrom sind. Der Umgang mit unserer Tochter hat uns gezeigt, wie bereichernd und positiv Andersartigkeit sein kann. Unsere Perspektive hat sich gewandelt, wie bereits oben beschrieben ist es wichtig, gelassen zu sein und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen. Für das Kind da zu sein ist unsere primäre Aufgabe, die wir mit großer Freude annehmen. Frieda hat uns auch bewusstgemacht, wie sehr wir uns aufeinander verlassen können. Wir sind in unserer Partnerschaft sicherlich enger zusammengerückt.

Frieda hat uns sicherlich auch gelehrt, was Liebe ist, bedingungslos und freiwillig. Unsere Tochter hat uns ebenfalls aufgezeigt, dass materielle Zuwendung häufig viel weniger Wert hat, als emotionale Zuwendung. Bei ihr werden kleine Dinge zu ganz großen Geschenken.

Und schließlich haben wir natürlich ganz viel Informationen zum Handicap unserer Tochter erhalten und gelernt mit dieser Behinderung umzugehen. Dabei ist es wichtig auf ein Unterstützungsnetzwerk zurückzugreifen.

 

 

Schon letztes Jahr hast du einen LIEBLINGSMENSCH Kalender mit Fotos von Down Syndrom Kinder rausgebracht und den Erlös gespendet. Dieses Jahr hast du „normale“ Kinder mit fotografiert und es sind wunderschöne Bilder dabei herausgekommen. Welche Botschaft steckt dahinter?

Das Ziel des Projektes “Lieblingsmensch“ ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Inklusion zu interessieren und zu sensibilisieren. Da ich Mutter eines Kindes mit Trisomie 21 bin, liegt es mir sehr am Herzen zu zeigen, wie toll die Kinder mit Handicap und ohne Handicap miteinander umgehen, spielen und sich ablichten lassen. Das Miteinander der Kinder ist ganz natürlich, diese Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander, soll sich auch in den Bildern widerspiegeln. Vielleicht bewirken die Fotos auch einen Perspektivwechsel bei einigen Erwachsenen.

An wen geht der diesjährige Erlös und warum?

Der Kalender „Lieblingsmensch“ erscheint in einer limitierten Auflage von 300 Stück und kann für 20 Euro erworben werden. Der Rohertrag wird wieder wie im letzten Jahr gespendet. Diesmal geht der Erlös an das SPZ DO (Sozialpädiatrischeszentrum Klinikum Dortmund), weil meine Tochter Frieda dort die Frühförderung macht und die Fördermittel in den Jahren die wir dort sind immer weniger wurden.

 

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr dieses Projekt unterstützt und den einen oder anderen Kalender bestellt- er ist auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk!
Steffi Kirstenpfad erreicht ihr über Facebook oder per Handy 0151/10732020.
Den Kalender könnt ihr direkt bei ihr bestellen oder bei uns online.
Danke euch!

Liebe Grüße,

Verlinkt bei Frollein Pfau

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Was ist eigentlich Pinterest?

Das ist mal wieder ein Artikel für meine Freunde, Bekannten und Kunden, die sich nicht so ausdauernd im Internet rumtreiben wie zB liebe Blogger-Kolleginnen (diese dürfen daher weiterklicken ). Oder noch nicht, das kann sich ändern- Pinterest macht nämlich süchtig. Vorsicht!

Ich zeig Euch Pinterest mal am Beispiel Adventskalender. Ist ja gerade die heiße Phase… Viele Blogger haben schon ihre diesjährigen Kalender präsentiert. Habt Ihr Euren schon fertig? Nein, ich auch nicht! Das ist der von letztem Jahr:

adventskalender-e+b-blog

Die Tüten und Zahlen könnt Ihr im Shop bestellen, auch in grau, rot oder blau. Wenn Ihr aber selbst basteln wollt, dann zeige ich Euch, wo Ihr gaaaanz viele Ideen findet.

Was Instagram ist, habe ich Euch ja schon mal erklärt. Pinterest ist auch ein sogenanntes soziales Netzwerk, aber keine Angst- bei Pinterest geht’s nicht darum Freunde zu sammeln und Likes zu verteilen, sondern darum Ideen und Inspirationen zu sammeln. Pinterest ist wie eine große Pinnwand, an der man seine Ideen festhält. Ich hatte mal früher (ganz früher..) so einen Ordner, in dem ich Zeitungsausschnitte gesammelt habe mit Ideen zum Selbermachen, heute heißt das DIY (do it yourself) oder Recyclen, „Schöner Wohnen“- Fotos und Reise-Tipps. Beim letzten Umzug war es glaub ich, als mein Mann mich endgültig davon überzeugt, ihn zu entsorgen. Aber viele Seiten hab ich noch vor Augen, weil ich ihn tausende Male durchgeblättert habe.

Heute läuft das ja anders. Beim Surfen begegnen mir so viele schöne Dinge! Aber wie dafür sorgen, daß man sie auch wiederfindet? Lesezeichen im Browser setzen, auf der Festplatte abspeichern, im Handy festhalten oder manchmal auch ausdrucken. Nicht sehr strukturiert. Seit Pinterest ist es viel einfacher!

Wir schauen jetzt mal rein! Wenn Ihr parallel in einem anderen Fenster mitklicken wollt, hier ist der Link zu meiner Pinnwand: https://www.pinterest.com/engelbanditen. Sieht man vielleicht besser.
Na ja, so sieht es dann jedenfalls aus:

was-ist-pinterest-1

Es ist unterteilt in verschiedene Kategorien, die ich selber festgelegt habe, wie zB Christmas, Sprüche und Zitate, DIY etc. Soweit dürft Ihr noch gucken, ohne angemeldet zu sein. Wenn Ihr jetzt weiterklicken wollt in die Kategorien, hätte Pinterest gern, daß Ihr Euch anmeldet. Nur zu, geht ganz schnell!
Aber ich zeig Euch auch gern erstmal hier, wie es dann weitergeht. Wir klicken auf Christmas, da habe ich ua viele Adventskalender abgespeichert.

was-ist-pinterest-2

Dort seht Ihr jetzt viele schöne Dinge! Lesezeichen in Bildern! Denn wenn Ihr auf das Bild klickt, wie zB hier auf den tollen Zirkus-zieh-ein-Päckchen-Kalender von Claudi von „Was für mich“, geht dieses Fenster auf und Ihr könnt den „Pin“ entweder auch auf Eurer Pinnwand abspeichern und/oder direkt auf Ihre Webseite gehen und dort genauer lesen, wie sie das gemacht hat (nämlich so).

was-ist-pinterest-3

Aber pssst, Vorsicht: das Verhängnisvolle ist, wenn man dann noch auf das rechte kleine Fenster „Mehr von wasfuermich.de“ klickt- dann dann landet Ihr nämlich auf Claudis Pinnwänden und dann von Hölzchen auf Stöckchen und was weiß ich wo- und schwupp- ist der Abend rum. Ideen-Jäger und -Sammler sag ich nur. Herrlich!

So, jetzt nehmen wir aber mal an, Euer Adventskalender ist schon längst fertig. Und Ihr plant aber gerade hmmh… was weiß ich… einen Indianer-Geburtstag. Dann mal schnell oben in die Suchzeile „Indianerparty“ eingegeben und schwupps- da sind sie schon, die Inspirationen!

was-ist-pinterest-4

Ja, ja, Ihr seid begeistert. Ich weiß. Und wollt jetzt sofort lospinnen. Is klar. Aber eins erklär ich Euch noch…! Wenn Ihr auf einer schönen Seite, einem Blog oder einem Shop ein Bild oder eine Idee seht, könnt Ihr das natürlich auch anpinnen. Dazu kann man den Pin It button bei sich im Browser installieren oder neben dem eigenen Namen auf das Plauszeichen klicken und über „von einer Website hinzufügen“ die URL eingeben und das entsprechende Bild abspeichern.

Und jetzt: viel Spaß! Beim Pinnen oder Adventskalender füllen oder basteln oder wo bei auch immer.
ENJOY! Yvette

PS. Verlinkt beim Creadienstag.

 

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Was ist eigentlich Instagram?

Alle Eingeweihten wie liebe Blogger-Kolleginnen dürfen diesen Artikel gern überspringen, der ist jetzt mal für meine Freunde, Bekannten und Kunden, die sich nicht so in Bloggerkreisen und was da so dazu gehört auskennen.
Wie meine beste Freundin zum Beispiel. Die zwar im Internet zurecht kommt, aber was ein Blog ist, wusste sie glaub ich nicht, bevor ich anfing diesen hier zu schreiben. Na ja, da Ihr ja nun auch bis hier gekommen seid, scheint Ihr das schon zu wissen, nämlich daß ein Blog eine Art Internet-Tagebuch ist.

Dann können wir uns also noch tiefer in die Materie stürzen und uns der Frage widmen: „Was ist eigentlich Instagram?“

Insta ist eine App und ein soziales Netzwerk, auf dem Fotos gepostet (=hochgeladen und veröffentlicht), geherzt (wenn man das Herz markiert, heißt das „gefällt mir“) und auch kommentiert werden.

In der Regel werden die Fotos mit der Handykamera gemacht. Wenn man auf Insta registriert hat, kann man das Foto dort hochladen, wenn man möchte vorher mit verschiedenen Filtern bearbeiten, den Ausschnitt und die Helligkeit oder den Kontrast anpassen und es dann „teilen“, dh. den anderen Instagram-Nutzern zeigen. Man kann einen Text dazu schreiben und das Foto mit den sogenannten Hashtags, nämlich dem Raute-Zeichen und einem Schlagwort markieren, um unter diesem Schlagwort gefunden zu werden, zB (was weiß ich…) #kinderzimmer oder #sprüche.

So sieht mein Account aus- also meine Bilder, die ich gemacht und gepostet habe (und zu finden in der App unter dem Reiter ganz rechts mit dem Kopf):

IMG_3937
Wie Ihr seht, eine bunte Mischung aus Produktfotos und Privatem- wie hier auf dem Blog halt auch.

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Natürlich kann man auch erst mal nur Fotos gucken kann, bevor man selbst aktiv wird, dafür muss man sich aber dann auch registrieren, also einen Account anlegen. Dabei kann man entscheiden, ob das Profil öffentlich sein soll, so daß alle Deine Fotos sehen können, oder privat- dann wirst Du erst gefragt, ob jemand Dir folgen darf.

Gefallen einem die Fotos von einem Benutzer, kann man diesem folgen und bekommt dann alle seine Bilder auf der Home-Seite angezeigt, das ist die mit dem Häuschen.Hier auch ein paar Beispiele:

IMG_3940
Eine schöne Zeichnung von Lisa vom Blog Mein Feenstaub.

IMG_3939
Ein leckeres Essen mit Rezept von der lieben Rike „Bloggermaman“.

IMG_3934
Und der schöne dicke Baby-Bauch von „Stadtlandeltern“!

  • Beim Lupen-Reiter kann man suchen– entweder nach Personen oder nach Stichworten, also Hashtags.
  • Beim Reiter in der Mitte werden einem beliebte Fotos angezeigt, die besonders viele Likes bekommen haben. Hier kann man nach Herzenslust stöbern… oder aber man kann hier auch sein Foto hochladen.
  • Der Herzchen-Reiter zeigt Dir an, wenn jemand eins Deiner Bilder geliked hat oder Dir folgt.

So, neugierig geworden? Aber Vorsicht- Suchtgefahr! Da man das Handy immer dabei hat, kann man ja immer mal schnell gucken…

Lasst mich wissen, wenn Ihr Euch bei Insta angemeldet habt- ich bin gespannt! Meine Fotos könnt Ihr Euch auch am Rechner angucken: klick hier.

Liebe Grüße und einen schönen Tag!
Yvette

 

Verlinkt bei Fräulein Pfau: Mittwochs mag ich

 

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Der schwarze Hund

Eigentlich bin ich nicht sicher, ob dieser Post hierhin passt. Aber das Thema beschäftigt mich schon die ganze Woche und es ist ja mein Blog, also kann ich hier ja schreiben, was ich will. Oder?

cord
Heute morgen hab ich bei meinem Samstagskaffee die Zeitung aufgeschlagen und die Todesanzeige von Cordula gelesen. Ich habe es schon am Dienstag erfahren, daß sie tot ist. Eine von ihren Töchtern ist mit Lara zusammen in die Grundschule gegangen, bis sich ihre Wege vor etwa anderthalb Jahren trennten, weil sie nun verschiedene Gymnasien besuchen. Seitdem hab ich Cord auch nicht mehr oft gesehen. Manchmal, wenn sie die jüngere Tochter in die Schule brachte oder abholte. Dann küssten wir uns vielleicht kurz zur Begrüssung, Küsschen rechts, Küsschen links, man fragte etwas wie: „Alles klar bei euch?“ Und da dann beide zum nächsen Termin, zur Arbeit oder sonstwohin rannten (ich zumindest!), kam in solchen Situation nur ein kurzes „ja“. Und wenn ein „nein“ gekommen wäre? Hätte ich dann die Zeit gehabt, zuzuhören? Wahrscheinlich nicht. Anscheinend war bei Cord aber nicht alles klar, sonst würde nun nicht diese hellblaue Todesanzeige vor mir liegen. Cordula war ein lauter Mensch. Sie hat laut gesungen. In der Weihnachtsmesse jedes Jahr. In der Musik-AG, die sie leitete. Sie hat auch laut gesprochen und dabei immer wild gestikuliert. Sie hatte immer etwas zu sagen. Bei manchen Elternabenden auch manchmal zu viel, so dass die Veranstaltung kein Ende nahm Sie hat sich wie eine Löwin eingesetzt für ihre Tochter, die ein Chromosom zuviel hat. Dafür habe ich sie bewundert. Aber die Löwin wurde wohl von von einem schwarzen Hund überwältigt. Und dieser Hund hat sie dann letzte Woche dazu getrieben, in den Tod zu springen. Scheiss-Köter. Er war so viel stärker als Cord, dass sie, um ihm zu entkommen, sogar ihre Kinder zurück gelassen hat. Wie verzweifelt muss jemand sein, das zu tun? Ich kenne den Hund zum Glück nicht persönlich. Der Hund heisst Depression. „Einen schwarzen Hund in seinem Leben zu haben, bedeutet nicht, ein bisschen niedergeschlagen, traurig oder melancholisch zu sein. Im schlimmsten Fall bedeutet es, überhaupt nichts zu fühlen.“

Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch diesen tollen Film anschaut. Es lohnt sich. Und dann konzentrieren wir uns alle wieder ein bisschen mehr auf das Wesentliche, auf das Schöne, auf unsere Familie, auf unsere Mitmenschen… Ok?

Möge es dir gut gehen, da wo du jetzt bist Cord!

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Früher…

..war alles anders. Manches besser, manches schlechter. Oder? Aber anders auf jeden Fall. Irgendwie werde ich der letzten Zeit immer öfter an früher erinnert. Und dann hat noch die liebe Christina auf ihrem Blog Mamlo Connection zum Erfahrungsaustausch aufgerufen! Na, dann überlegt mal mit…

„Kommse mit anne Bude“ wie bei Christina im Pott hieß es in meiner Heimat zwar nicht, aber natürlich bin ich auch einfach bei den Nachbarskindern klingeln gegangen und wir waren eine große Gang auf der Strasse. Ich hatte ein Bonanzarad. In orange. Du glaubst es nicht, was? Wir sind immer herumgestrolcht. Durch wilde Gärten, an der Eisenbahnlinie entlang, mal hier, mal da. Haben eine Bretterbude gebaut und – ich muss meine Mama nochmal fragen, ob das wirklich so war- kamen erst bei Dämmerung nach Hause. Nicht wie heute, alles durchgeplant, erst zum Tennis, dann noch Hausaufgaben und noch Klavier üben (obwohl mir meine Töchter DAFÜR ja später dankbar sein werden, da bin ich sicher) . Zweimal die Woche zum Ballett, das war’s. Mehr war nicht drin. Auch ok!

Auf dem Gymnasium hatten wir Samstags Schule. Dafür aber in der Woche schon um 12.15 Uhr Schule aus, in der 8. Klasse! Um 14.30 Uhr habe ich mich dann zu Teeniezeiten schon wieder in der (Klein-) Stadt an der Post getroffen, um diverse Runden durch die Strassen zu drehen und Jungs auf 80ern hinterher zu schauen. Später sass man dann auch schon mal hintendrauf Klar, mit Helm. Im Gegensatz zum Fahrradhelm- der war anscheinend noch nicht erfunden. Und ab wann gab’s denn eigentlich Gurte hinten im Auto? Oder gar Kindersitze? Und mein Papa hat im Auto geraucht! HB, die ich auch ab und zu für ihn am Automaten geholt hab. Kosteten glaub ich 3 Mark. Und der Sprit kostete unter 1 (in Worten: EINER) Mark an der Tankstelle!

schnurtelefon

Zurück zu den Jungs… Wenn man dann auf den Anruf einer dieser Jungs wartete… Das erzähle ich ja immer wieder gern. Besonders gerade meiner Großen, die kürzlich What’s app entdeckt hat und jetzt permanent schreibt. Irgendwer schreibt immer zurück. Oder Felix, der meine Seite programmiert hat und der sein Festnetztelefon erst einstöpseln muss, wenn ich (oder seine Mutter) ihn darauf anrufen will. (Die jungen Leute von heute kommen wohl nicht auf die Idee. Dabei kann man doch so ein blödes I-Phone nun wirklich nicht einklemmen und dann beim Telefonieren kochen, Unkraut zupfen oä. Oder?) Zurück zu früher. Zum Schnurtelefon. Ja, mit dem Apparat konnte man nicht rumlaufen (und dann wahrscheinlich auch nicht beim Telefonieren kochen, oder Mama?). Ein Riesenfortschritt war dann schon eine lange Schnur, dann konnte man sich zumindest in den Flur verkrümeln und nicht jedes Familienmitglied hörte mit. Was kostete denn damals eigentlich eine Minute? Meine Mama hat jedenfalls des öfteren mal auf die Uhr gezeigt… Und wenn das Telefon nicht geklingelt hat. Und man daneben sass und wartete. WARTETE. War das schrecklich. Und man zwischendurch mal den Hörer abhob, ob es denn auch funktioniert… Später, viel später dann in meiner Studentenwohnung: mein erster Anrufbeantworter. Diese Freiheit! Das Haus verlassen und keinen Anruf verpassen! Herrlich.
Mit dem Telefon konnte man auch keine Musik hören. Wenn man sein Lieblingslied hören wollte, musste man schon vor dem Radio liegen und warten (wir haben anscheinend recht viel gewartet zu dieser Zeit…) bis Mal Sondock’s Hitparade kam und dann hoffen, dass man es ohne allzu viel Gequatsche des Moderators auf seine Kassette aufnehmen konnte. Die dann hoffentlich lange ohne Bandsalat das viele Zurückspulen überlebte. Englische Liedtexte hab ich mir damals mühsam aufgeschrieben und dann übersetzt. Auch etwas einfacher heute Aber Spass hat’s mir gemacht.

poesiealbum

Beim Klassentreffen kürzlich -25 Jahre Abi!!- haben wir natürlich alle zusammen stundenlang in Erinnerungen geschwelgt. Irre, was die anderen alles noch wussten!
Wir haben in der 5. Klasse Bilder von Königin Silvia und vom Papst gesammelt und in mit Glanzbildern verzierte Poesiealben statt in Freundebücher geschrieben.
Wir hatten riesige Schulterpolster und Vanilla-Hosen. (Leider weiß keiner mehr, wie der Laden auf der Ecke Römerstrasse/Gr. Rurstrasse hieß. Der mit der roten Tür, wo es eben diese Hosen gab. Oder pastellgelbe Nietengürtel.)
Nach meiner ersten Minipli-Dauerwelle sass ich in der Schule unterm Tisch und traute mich nicht raus.
Wir haben Schneider-Bücher gelesen. Stapelweise. Ich liebte Berte Bratt. Stehen immer noch hier im Regal- ob meine Töchter die eines Tages lesen? Lara kommt ja jetzt ins passende Alter…

schneiderbuch

Wir haben Aerobic gemacht mit Jane Fonda, und die ganzen Sommerferien im Freibad verbracht.
Im Kino liefen Terence Hill und Bud Spencer. Und natürlich ET! Nach Hause telefonieren. Wir haben uns schlapp gelacht über Otto. Dort im Grund ja da sitzt der kleine Ottili holladädido holladädidi.

Wie Ihr merkt, komme ich von Hölzchen auf Stöckchen und könnte ewig weiterschreiben. Aber das überlasse ich jetzt Euch. was fällt Euch noch ein?

Liebste Retro-Grüsse von der Yve

Verlinkt mit der Blogparade von Frau Mutter

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Wochenglück- ein Rückblick ☆ 18.05.14

Ein kleiner Wochen-Glück-Rückblick in Bildern (diesmal im Hipstamatic-Style). Meine Woche war recht turbulent…

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Wir hatten 10-jähriges Firmenjubiläum! Und ich habe eine tolle Survivalkiste mit einer lieben Karte von meinen „Bengeln“ bekommen.

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Wir genießen die Erdbeer-Zeit!

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Ich  hatte Klassentreffen (ja, richtig… ich war auf einer Mädchenschule!). Na, wer erkennt mich?

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Dort haben wir herrlich in Erinnerungen geschwelgt, viel gelacht, gegessen und getrunken, im Schlafsack übernachtet,

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Fotos geguckt und – Poesiealben! Diese sollte man wieder beleben, irgendwie charmanter als die heutigen Freundebücher, oder?

Ich wünsch Euch eine tolle neue Woche! Eure Yve

Wochen(glück)-Rückblick, eine Initiative von “Fräulein Ordnung”

 

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Wochenglück- ein Rückblick ☆ 06.04.2014

Ein kleiner Wochenrückblick in Bildern. Na, wo habt ihr das Glück gefunden? Ich fand, diese Woche war das nicht so schwer. Das Glück ist der Frühling, der Frühling ist das Glück. Sonne, blauer Himmel. Viel mehr braucht man gerade nicht…

sonne-am-morgen  Sonne am Morgen. Herrlich!

kruemelDurch die Zeitumstellung ist Krümel morgens länger wach und Lara kann mit ihm spielen, auch wenn sie lange schläft. Was ein Glück!

osterglockenFrühlingsblumen! Blühende Zweige innen…

kirschbaum… und draußen! Auf den blühenden Kirschbaum haben wir uns schon lange gefreut.

seifenblasenSeifenblasen machen glücklich.

alle-drei
Alle 3 einträchtig zusammen ♥ – das macht mich immer glücklich!
(Auf dem Bild ist ein Fehler versteckt- wer findet ihn?)

Ich wünsch Euch viel Glück für die nächste Woche! Eure Yve

Wochen(glück)-Rückblick, eine Initiative von „Fräulein Ordnung“

 

 

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