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Gutes tun für und mit Lieblingsmenschen

Ihr Lieben!

AKTUALISERUNG: Der Artikel ist von 2018, aber natürlich bekommt ihr den tollen Kalender auch dieses Jahr wieder bei uns im Laden. Wenn ihr nicht aus Dortmund kommt, schreibt mir gern eine Mail, dann verschicken wir ihn auch.

Heute möchte ich euch Steffi und Frieda vorstellen und euch ihr Herzensprojekt näher bringen. Steffi ist Fotografin hier in Dortmund, ihre Tochter Frieda geht in denselben Kindergarten, in dem alle meine Mädels waren (und der hier schräg gegenüber vom Laden ist) und tanzt auch in „unserer“ Ballettschule in Schwerte in der wunderbaren integrativen Tanzgruppe.

 


Steffis Herzensprojekt ist ein Kalender mit wundervollen Fotos, dessen Erlös sie spendet.
Ich freue mich, daß ich die Möglichkeit habe, ihre Idee über den Blog in die Welt tragen und so die Reichweite zu erhöhen zu können. Den Kalender könnt ihr bei Steffi direkt oder auch bei uns im Online-Shop bestellen.

 

 

Aber nun soll Steffi selber zu Wort kommen, ich hab ihr ein paar Fragen gestellt.

Steffi, deine Tochter Frieda hat das Down-Syndrom.
Wann habt ihr davon erfahren und wie hat das euer Leben verändert?

Als die Diagnose Down Syndrom bestätigt wurde, waren wir natürlich zuerst sehr traurig. Hinzu kamen auch Ängste, da wir uns mit dem Krankheitsbild vorher nicht auseinandergesetzt hatten und auch nicht wussten, ob wir dieser Aufgabe gerecht werden können. Als wir Frieda dann in den Armen hielten, war es das wohl schönste Gefühl auf der Welt. Große Unterstützung und Akzeptanz erfuhren wir auch durch unsere Familie, ein enger Familienzusammenhalt hilft und entlastet sehr.

Heute sehen wir viele Dinge aus einer anderen Perspektive. Sorgen und Probleme, die uns früher wichtig erschienen, sind so gut wie gar nicht mehr relevant. Unsere Tochter Frieda steht vollkommen im Fokus unserer Aufmerksamkeit, wenn es ihr gut geht, geht es uns gut. Jeder kleine Fortschritt unserer kleinen Tochter macht uns glücklich. Durch sie haben wir gelernt, dass wir unsere Ansprüche zurückschrauben müssen und kleine Schritte häufig die bedeutungsvollsten sind.

 

 

Wie begegnen euch eure Mitmenschen?

Wie bereits oben beschrieben, ist die Unterstützung und das Verständnis für Friedas Handicap in der Familie sehr groß. Im Freundeskreis bestand zunächst Verunsicherung, doch auch hier ist ihre Behinderung kein Problem. Vorurteile gibt es natürlich auch, genauso wie ablehnende Haltungen. Wir denken, dass die Reaktion des Umfeldes vom Ausmaß des intensiven und emotional positiv erlebten Kontakts mit Frieda abhängt.

Als besonders schwierig empfinden wir scheinbare Anteilnahme an der Beeinträchtigung von Frieda in Form von Mitleid. Das zeigt, dass der Inklusionsgedanke noch nicht bei allen Menschen wirklich angekommen ist.

 

 

Was habt ihr durch die Behinderung deiner Tochter gelernt?

Es gibt im Umgang mit Kindern mit Handicap keine anderen „Spielregeln“ als bei anderen Kindern. Es ist wichtig sich darauf einzulassen., dann wird schnell klar, wie herzlich und zugewandt, nett und witzig Kinder mit Down Syndrom sind. Der Umgang mit unserer Tochter hat uns gezeigt, wie bereichernd und positiv Andersartigkeit sein kann. Unsere Perspektive hat sich gewandelt, wie bereits oben beschrieben ist es wichtig, gelassen zu sein und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen. Für das Kind da zu sein ist unsere primäre Aufgabe, die wir mit großer Freude annehmen. Frieda hat uns auch bewusstgemacht, wie sehr wir uns aufeinander verlassen können. Wir sind in unserer Partnerschaft sicherlich enger zusammengerückt.

Frieda hat uns sicherlich auch gelehrt, was Liebe ist, bedingungslos und freiwillig. Unsere Tochter hat uns ebenfalls aufgezeigt, dass materielle Zuwendung häufig viel weniger Wert hat, als emotionale Zuwendung. Bei ihr werden kleine Dinge zu ganz großen Geschenken.

Und schließlich haben wir natürlich ganz viel Informationen zum Handicap unserer Tochter erhalten und gelernt mit dieser Behinderung umzugehen. Dabei ist es wichtig auf ein Unterstützungsnetzwerk zurückzugreifen.

 

 

Schon letztes Jahr hast du einen LIEBLINGSMENSCH Kalender mit Fotos von Down Syndrom Kinder rausgebracht und den Erlös gespendet. Dieses Jahr hast du „normale“ Kinder mit fotografiert und es sind wunderschöne Bilder dabei herausgekommen. Welche Botschaft steckt dahinter?

Das Ziel des Projektes “Lieblingsmensch“ ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Inklusion zu interessieren und zu sensibilisieren. Da ich Mutter eines Kindes mit Trisomie 21 bin, liegt es mir sehr am Herzen zu zeigen, wie toll die Kinder mit Handicap und ohne Handicap miteinander umgehen, spielen und sich ablichten lassen. Das Miteinander der Kinder ist ganz natürlich, diese Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander, soll sich auch in den Bildern widerspiegeln. Vielleicht bewirken die Fotos auch einen Perspektivwechsel bei einigen Erwachsenen.

An wen geht der diesjährige Erlös und warum?

Der Kalender „Lieblingsmensch“ erscheint in einer limitierten Auflage von 300 Stück und kann für 20 Euro erworben werden. Der Rohertrag wird wieder wie im letzten Jahr gespendet. Diesmal geht der Erlös an das SPZ DO (Sozialpädiatrischeszentrum Klinikum Dortmund), weil meine Tochter Frieda dort die Frühförderung macht und die Fördermittel in den Jahren die wir dort sind immer weniger wurden.

 

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr dieses Projekt unterstützt und den einen oder anderen Kalender bestellt- er ist auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk!
Steffi Kirstenpfad erreicht ihr über Facebook oder per Handy 0151/10732020.
Den Kalender könnt ihr direkt bei ihr bestellen oder bei uns im Laden kaufen.
Danke euch!

Liebe Grüße,

Verlinkt bei Frollein Pfau

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