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Herzlich eingeladen zur Agenten-/Detektiv-Party!

Meine Jüngste ist letzte Woche 8 Jahre alt geworden und damit im heißesten Agenten-Alter. Sie liebt die 3!!!, hat mit ihren besten Freundinnen einen Club gegründet und schon den 1. Fall gelöst. Da war klar, daß es zu ihrem Kindergeburtstag eine Agenten-Party gibt!
Ich war mal wieder (zu) tiefen entspannt und hab mit den Vorbereitungen eigentlich erst einen Tag vorher angefangen. Da ich aber mein Pinterest-Board zum Thema Agenten- / Detektiv-Geburtstag schon länger angelegt hatte, wußte ich ja, wo ich alles finde.

So wurde alles erst kurz vorher fertig und auch auf der Party war ich so beschäftigt, daß ich kaum Fotos gemacht habe- noch nicht mal ein Gruppenbild von all den Detektiven! Dabei sahen sie so cool aus, alle in schwarz gekleidet. Das gehört sich nämlich so für richtige Agenten, findet meine Tochter und nimmt auch zu jedem Spielnachmittag bei ihren Freundinnen schwarze Klamotten mit.
So wurde dieser Wunsch natürlich auch in der Einladung vermerkt.
Die Idee für die Einladung hatte das Kind selber- sie sollte wie ein Erpresserbrief aussehen, zumindest die Überschrift. Gesagt, gebastelt. Den Text habe ich in der Schrift heißt Tox Typewriter getippt, ihr findet sie bei Dafont.

Einladung zur Agenten- oder Detektiv-Party

Unbedingt zur Detektiv-Ausrüstung gehört für Sophie auch die Spionagebrille, mit der man auch nach hinten gucken kann. Wir hatten ihr sie schon zum Geburtstag geschenkt und eigentlich zieht sie sie seitdem auch nicht mehr aus.

agenten-detektiv-party-kindergeburtstag

Den Ablauf des Kindergeburtstags haben wir in 2 Teile gegliedert: die Agenten-Ausbildung zur Erlangung des Agenten-Ausweises und die Verbrecher-Jagd in Form einer Schnitzel-Jagd.

Die große Schwester und ihre Freundin übernahmen die Rolle der Ausbilderinnen. Die Fähigkeiten der angehenden Spione mussten schliesslich ausgiebig getestet und auf den Prüfstand gestellt werden! Folgende Disziplinen galt es zu bestehen und die Lösungen in kleine, schwarze Notibücher zu schreiben, die jedes Kind vorher bekam:

  1. Gedächtnis-Check
    Dazu legten wir 10 Gegenstände auf den Tisch, die die Kids Agenten sich einprägen sollten und von denen wir dann 2 wegnahmen. Welche fehlen?
  2. Phantombild malen
    Folgende Beschreibung wurde vorgelesen und musste in eine Zeichnung ungesetzt werden:
    Mann, blonde lockige Haare, kinnlang, Narbe auf der rechten Wange, Augenbrauen sehr dicht und wuschig, schiefer Mund, Ohrring am rechten Ohr
  3. Geräusche erkennen
    Dabei spielten wir Geräusche ab, die erkannt werden sollten:
    knarzende Tür, Klospülung, Bienen, Haarföhn, Regentropfen, Reißverschluß öffnen und pupsen
  4. Tastsinn beweisen:
    In einer Tüte sollten die Detektive 5 Gegenstände ertasten. Wir hatten eine Kiwi, ein Stück Zucker, eine Walnuss, ein Löffelchen und ein Überaschungsei (nur das innere gelbe).
  5. (einen Geschmackstest hätten wir auch noch machen könne, wollte die Tochter aber nicht…)

Danach wurden noch Fingerabdrücke auf die vorbereiteten Ausweise gemacht, die Agenten durften sich einen Decknamen aussuchen und schliesslich wurde der Ausweis feierlich laminiert. Yippieh!

Gerade bei den Spielen zum 1. Teil durfte natürlich die passende musikalische Untermalung nicht fehlen, das war der Soundtrack:

Peter Gunn Theme – Henry Mancini
Mission Impossible – Electronic Version – Lalo Schifrin
The Pink Panther Theme – Henry Mancini
Dr. No Theme Song – James Bond

Plötzlich klingelte das Telefon und Lilli bekam einen Anruf! Was es damit auf sich hatte, erklärte sie sogleich: ein Agenten-Kollege sei entführt worden und die neubackenen Agenten müssten ihn nun befreien!

Wir teilten die 12 Kinder in 3 Gruppen auf und statteten sie mit ihrem Material aus: ein schwarzer Turnbeutel mit der Aufschrift „SPECIAL AGENT“ und dem Initial des Kindes, eine Caesarscheibe für die Entschlüsselung des Geheimalphabets (die Datei könnt ihr hier runterladen) und entweder eine Lupe oder ein Geheimstift mit UV Licht. Los ging’s!

Der Auftrag startete mit einer Notiz, daß die Spione sich anziehen und draußen die erste geheime Botschaft entschlüsseln sollten. Diese führte dann zu einem Ort, wo der nächste Hinweis versteckt war usw.
Verschlüsselt waren die Nachrichten mit

  • dem Geheimalphabets der Caesarscheibe
  • unsichtbarer Schrift, die man nur mit dem UV-Licht des Stifts sehen kann
  • Mini-Schrift (2pt), nur mit der Lupe lesbar
  • Detail-Fotos von Orten, die gefunden werden mussten und wo die nächste Nachricht versteckt war
  • Mathe-Aufgaben, die eine Telefonnumer ergaben, wo man die nächste Station erfragen konnte

Die letzte Version mit der Telefonnummer fanden die Kids super, dafür rechneten sie sogar freiwillig. Mit 8 hat man ja noch kein Handy dabei, daher hatte ich eins von unseren Telefonen dazugelegt. Die Station war dann schon wieder an unserem Haus und führte zum Gartenhäuschen, wo es den letzten entscheidenden Hinweis gab und so der Entführer entlarvt werden konnte.

Rundherum eine gelungene Party! Das Geburtstagskind war glücklich, die Gäste auch, denke ich, und die Mama sowieso, weil alles so gut geklappt und keiner geweint, genervt oder gekotzt hat

In diesem Sinne, ganz liebe Grüße, eure

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Gutes tun für und mit Lieblingsmenschen

Ihr Lieben!
Heute möchte ich euch Steffi und Frieda vorstellen und euch ihr Herzensprojekt näher bringen. Steffi ist Fotografin hier in Dortmund, ihre Tochter Frieda geht in denselben Kindergarten, in dem alle meine Mädels waren (und der hier schräg gegenüber vom Laden ist) und tanzt auch in „unserer“ Ballettschule in Schwerte in der wunderbaren integrativen Tanzgruppe.

 


Steffis Herzensprojekt ist ein Kalender mit wundervollen Fotos, dessen Erlös sie spendet.
Ich freue mich, daß ich die Möglichkeit habe, ihre Idee über den Blog in die Welt tragen und so die Reichweite zu erhöhen zu können. Den Kalender könnt ihr bei Steffi direkt oder auch bei uns im Online-Shop bestellen.

 

 

Aber nun soll Steffi selber zu Wort kommen, ich hab ihr ein paar Fragen gestellt.

Steffi, deine Tochter Frieda hat das Down-Syndrom.
Wann habt ihr davon erfahren und wie hat das euer Leben verändert?

Als die Diagnose Down Syndrom bestätigt wurde, waren wir natürlich zuerst sehr traurig. Hinzu kamen auch Ängste, da wir uns mit dem Krankheitsbild vorher nicht auseinandergesetzt hatten und auch nicht wussten, ob wir dieser Aufgabe gerecht werden können. Als wir Frieda dann in den Armen hielten, war es das wohl schönste Gefühl auf der Welt. Große Unterstützung und Akzeptanz erfuhren wir auch durch unsere Familie, ein enger Familienzusammenhalt hilft und entlastet sehr.

Heute sehen wir viele Dinge aus einer anderen Perspektive. Sorgen und Probleme, die uns früher wichtig erschienen, sind so gut wie gar nicht mehr relevant. Unsere Tochter Frieda steht vollkommen im Fokus unserer Aufmerksamkeit, wenn es ihr gut geht, geht es uns gut. Jeder kleine Fortschritt unserer kleinen Tochter macht uns glücklich. Durch sie haben wir gelernt, dass wir unsere Ansprüche zurückschrauben müssen und kleine Schritte häufig die bedeutungsvollsten sind.

 

 

Wie begegnen euch eure Mitmenschen?

Wie bereits oben beschrieben, ist die Unterstützung und das Verständnis für Friedas Handicap in der Familie sehr groß. Im Freundeskreis bestand zunächst Verunsicherung, doch auch hier ist ihre Behinderung kein Problem. Vorurteile gibt es natürlich auch, genauso wie ablehnende Haltungen. Wir denken, dass die Reaktion des Umfeldes vom Ausmaß des intensiven und emotional positiv erlebten Kontakts mit Frieda abhängt.

Als besonders schwierig empfinden wir scheinbare Anteilnahme an der Beeinträchtigung von Frieda in Form von Mitleid. Das zeigt, dass der Inklusionsgedanke noch nicht bei allen Menschen wirklich angekommen ist.

 

 

Was habt ihr durch die Behinderung deiner Tochter gelernt?

Es gibt im Umgang mit Kindern mit Handicap keine anderen „Spielregeln“ als bei anderen Kindern. Es ist wichtig sich darauf einzulassen., dann wird schnell klar, wie herzlich und zugewandt, nett und witzig Kinder mit Down Syndrom sind. Der Umgang mit unserer Tochter hat uns gezeigt, wie bereichernd und positiv Andersartigkeit sein kann. Unsere Perspektive hat sich gewandelt, wie bereits oben beschrieben ist es wichtig, gelassen zu sein und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen. Für das Kind da zu sein ist unsere primäre Aufgabe, die wir mit großer Freude annehmen. Frieda hat uns auch bewusstgemacht, wie sehr wir uns aufeinander verlassen können. Wir sind in unserer Partnerschaft sicherlich enger zusammengerückt.

Frieda hat uns sicherlich auch gelehrt, was Liebe ist, bedingungslos und freiwillig. Unsere Tochter hat uns ebenfalls aufgezeigt, dass materielle Zuwendung häufig viel weniger Wert hat, als emotionale Zuwendung. Bei ihr werden kleine Dinge zu ganz großen Geschenken.

Und schließlich haben wir natürlich ganz viel Informationen zum Handicap unserer Tochter erhalten und gelernt mit dieser Behinderung umzugehen. Dabei ist es wichtig auf ein Unterstützungsnetzwerk zurückzugreifen.

 

 

Schon letztes Jahr hast du einen LIEBLINGSMENSCH Kalender mit Fotos von Down Syndrom Kinder rausgebracht und den Erlös gespendet. Dieses Jahr hast du „normale“ Kinder mit fotografiert und es sind wunderschöne Bilder dabei herausgekommen. Welche Botschaft steckt dahinter?

Das Ziel des Projektes “Lieblingsmensch“ ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Inklusion zu interessieren und zu sensibilisieren. Da ich Mutter eines Kindes mit Trisomie 21 bin, liegt es mir sehr am Herzen zu zeigen, wie toll die Kinder mit Handicap und ohne Handicap miteinander umgehen, spielen und sich ablichten lassen. Das Miteinander der Kinder ist ganz natürlich, diese Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander, soll sich auch in den Bildern widerspiegeln. Vielleicht bewirken die Fotos auch einen Perspektivwechsel bei einigen Erwachsenen.

An wen geht der diesjährige Erlös und warum?

Der Kalender „Lieblingsmensch“ erscheint in einer limitierten Auflage von 300 Stück und kann für 20 Euro erworben werden. Der Rohertrag wird wieder wie im letzten Jahr gespendet. Diesmal geht der Erlös an das SPZ DO (Sozialpädiatrischeszentrum Klinikum Dortmund), weil meine Tochter Frieda dort die Frühförderung macht und die Fördermittel in den Jahren die wir dort sind immer weniger wurden.

 

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr dieses Projekt unterstützt und den einen oder anderen Kalender bestellt- er ist auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk!
Steffi Kirstenpfad erreicht ihr über Facebook oder per Handy 0151/10732020.
Den Kalender könnt ihr direkt bei ihr bestellen oder bei uns online.
Danke euch!

Liebe Grüße,

Verlinkt bei Frollein Pfau

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