12 von 12 :: Family-Alltag (live aus Charleston)

Es ist schon wieder der 12.! Wir sind jetzt schon 3 einhalb Monate hier, wie schnell das geht. Heute ist ein ganz normaler Dienstag und daher gibt’s jetzt bei den 12 von 12 auch unseren ganz normalen Amerika-Alltag.
Der Wecker geht um 5.45 Uhr und um 7 geht’s mit Sophie und Lilli schon Richtung Schule. Kurzer Wetter-Check: recht frisch am frühen Morgen, aber Sonne! Das Wetter ist zur Zeit mal so, mal so- einen Tag mittags nur 10, am nächsten wieder 17 Grad.

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Alle 3 kommen in der Schule inzwischen wunderbar klar. Lilli setze ich nur ab, Sophie bringe ich noch rein bis in die Klasse. Vorher muss ich jeden Morgen ins Sekretariat, meinen Besuch ankündigen und mir einen Besucher-Aufkleber auf die Brust kleben. Einen Dauer-Ausweis würde ich nur mit US-Führerschein bekommen und da gibt’s auch keine Ausnahme.

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Wie Ihr seht, ist heute das „E“ dran: Erin eats eggs! Morgen dann das „F“, bis zum „Z“ und dann wieder von vorn mit anderen Arbeitsblättern. Das Lesen klappt schon immer besser. Und nachdem Sophie die ersten Wochen stumm war, hat sie nun auch angefangen zu sprechen, was für große Begeisterung bei den Mitschülern sorgt.
„Have a great day, honey!“ sagt die Sekretärin immer, wenn ich mich wieder abmeldeund zaubert damit jeden Morgen ein Lächeln auf mein Gesicht :-)!
Ab geht’s wieder nach Hause, Kind Nummer 3 wartet. Lara fängt erst eine Stunde später an, um halb neun.

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Alles dabei? Lunchbag, Trinkflasche und vor allem die ID-Karte, die die großen Schüler auf der Middle-School immer umhängen haben müssen. Sonst muss man Strafe zahlen, bzw eine neue anfertigen lassen und das kostet. Ohne geht nicht!

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Mit dem Mama-Taxi ist es hier auch nicht anders als in Deutschland… nach dem 2. Mal zur Schule geht’s wieder zurück. Herrlich, wenn die Sonne so in die Küche scheint!
Schnell ein bißchen klar Schiff machen…

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… wobei ich das an der Tür meiner Tochter finde. Aha?! Eigentlich weint sie ziemlich wenig hier, aber wenn sie meint.

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Dann Mails checken und noch eine Sonderanfertigung für eine Kommunionseinladung fertig machen. Deswegen liebe ich solche Kundenwünsche – das stand schon lange auf meiner tu du- Liste, aber ich brauch den Druck… Jetzt muß ich halt!

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Gegen Mittag geht’s weiter, noch was einkaufen- schön amerikanisch mit Kaffee im Becherhalter. Der erste leckere heute! Bei „Wholefoods“ ist es ein bißchen wie in einem Lebensmittel- Museum. Alles so schön aufgebaut!

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So schön kann Gemüse sein!

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Ich hätte da noch ein Foto von einem Mangoturm, von Rosenkohl in Eis, von grünen Salat-Reihen und von orangen Knollen, die ich gar nicht kenne… Aber dann wären ja die Fotos schon fast voll

Anschliessend die Kinder wieder einsammeln und kochen. Lilli muß Hausaufgaben machen,

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Lara zum Tennis. Bis halb sieben- danach muß sie sich dann auch noch an den Schreibtisch setzen. Das Niveau in der Schule ist nicht sonderlich hoch, aber auf englisch dauern dann Chemie- oder Geschichts-Hausaufgaben doch noch was länger. Ganz schön viel!

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Bevor es dunkel wird, noch ein bißchen raus- mit den Geschenken von Santa: Waveboard und Fahrrad, beides natürlich mitsamt Zubehör sehr amerikanisch! An dem Barbie-Helm ist hinten noch ein blonder Pferdeschwanz dran
Die Haustüren kann man hier auch von außen einfach mit der Klinke bzw so einem Drehknauf aufmachen- find ich sehr praktisch, wenn die Kids draußen spielen. War in Frankreich auch so. Fallen Haustüren nur in Deutschland ins Schloß, so daß man sich ausschließen kann und so, daß die Kinder dauernd klingeln müssen? Was sagt uns das?… aber das nur am Rande.

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Und schon ist der Tag fast rum. Vor dem Schlafengehen gibt’s für die beiden Kleinen noch was „Englisch-Unterricht“ auf Netflix (für uns dann später auch) und dann ab in die Falle. Ob sie schon auf englisch träumen?

Das sagt man hier schon am Spätnachmittag: Have a good night!
Also in diesem Sinne, ganz liebe Grüße,
Yvette

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6 Kommentare

  1. Ich finde deinen amerikanischen Alltag sehr spannend und die Tatsache dass man immer gecheckt wird sehr merkwürdig.
    Unsere Türen stehen übrigens auch jedem offen

    Liebe Grüße vom Deich
    Claudia

    • Tja, wenn man bedenkt, daß hier jeder eine Waffe kaufen kann, ist das mit dem Checken vielleicht nicht ganz falsch. Ich schau jetzt mal bei Dir vorbei! LG

      • Das mit den Waffen ist allerdings echt ein Problem. Mal ganz ehrlich… irgendwie spinnen die doch auch ein bisschen die Amis , oder? …
        Ich bin auf jedenfalls weiter gespannt, von dir zu lesen.
        Liebe Grüße aus Norddeutschland
        Claudia

  2. Schön und spannend sind Deine Fotos, hat Spaß gemacht, Euch über die Schulter gucken zu dürfen. Die Gemüsebilder sind meine Favoriten. Solche Kartoffeln hätte ich jetzt auch gerne…

    Herzliche Grüße…
    aus einer ganz anderen Ecke der Welt…

  3. Ich werd richtig neidisch wenn ich das so lese. Ich würd ja fast alles dafür geben 6 Monate in Amerika zu leben!

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